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Ein Girokonto für Ausländer ist unabdingbar, um am Zahlungsverkehr des Alltags teilzunehmen. Ein deutsches Konto für Ausländer zu eröffnen, stellt jedoch in der Regel kein Problem dar, wenn ein gültiger Aufenthaltstitel vorliegt und sich der Hauptwohnsitz in Deutschland befindet. Ohne Ausweis kann es schwierig werden, an ein Bankkonto zu kommen, allerdings gibt es auch für Geflüchtete die Chance auf ein eigenes Konto.

In diesem Ratgeber erklären wir, welche Möglichkeiten es für ausländische Bürger gibt, ein deutsches Girokonto zu eröffnen, stellen die besten Optionen vor und verraten ebenfalls, ob es möglich ist, auch ohne Wohnsitz in Deutschland an ein Konto zu kommen.

Girokonto für Ausländer Vergleich: 13 deutsche Konten im Überblick (05/2024)

Wir haben uns einmal umgesehen, bei welcher Bank Ausländer ein Konto eröffnen können, beziehungsweise wo es empfehlenswert ist. Neben einigen Direktbanken sind uns auch Filialbanken aufgefallen.

Wir haben dir alles in der Übersicht aufbereitet. Für die meisten dieser Konten ist ein Wohnsitz in Deutschland erforderlich. Einige wenige akzeptieren dich auch als Kunden, wenn du dauerhaft in einem anderen EU-Land lebst.

Filter:
1

Grundpreis pro Monat

ab 0,00 €
Kostenlos ab 700 € Geldeingang im Monat
  • Grundgebühren

    Grundgebühren: 0,00 € ab 700 € Geldeingang im Monat, bei aktiver Nutzung und für alle unter 28 Jahren, sonst 4,90 € pro Monat

  • Kontoeröffnung

    Kontoeröffnung für Ausländer: Wohnsitz in Deutschland ist erforderlich

  • Buchungen

    Buchungen: beleglos gratis

  • Girocard

    Girocard: 1,00 € pro Monat

  • Kreditkarte

    Kreditkarte: VISA-Debitkarte inklusive, VISA 1,90 € pro Monat (optional)

  • Geld abheben

    Bargeld abheben: In Deutschland: girocard ermöglicht kostenlose Bargeldabhebungen bei Cash Group, Shell und ausgewählten Händlern. Im Ausland: Visa-Debitkarte bietet drei gratis Abhebungen monatlich an Visa-Automaten, weitere Abhebungen kosten je 4,90 €.

  • Geld einzahlen

    Bargeld einzahlen: 3x jährlich kostenlos bei der Commerzbank, danach 4,90 € pro Einzahlung

  • Dispozins

    Dispozins: 10,75 % p. a.

VISA
Apple Pay
Google Pay
Deutsche Einlagensicherung bis zu 100.000 EUR pro Kunde, zusätzlich 5 Mio. EUR je Privatperson
2

Grundpreis pro Monat

ab 0,00 €
Kostenlos ab 700 € Geldeingang im Monat
  • Grundgebühren

    Grundgebühren: 0,00 € ab 700 € Geldeingang im Monat und für alle unter 28 Jahren, sonst 4,50 € pro Monat

  • Kontoeröffnung

    Kontoeröffnung für Ausländer: Wohnsitz in Deutschland ist erforderlich

  • Buchungen

    Buchungen: beleglos gratis / beleghaft gratis

  • Girocard

    Girocard: 0,99 € pro Monat (optional)

  • Kreditkarte

    Kreditkarte: VISA Debitkarte kostenlos, VISA Kreditkarte 2,49 € pro Monat (optional)

  • Geld abheben

    Bargeld abheben: Im Inland: kostenfrei an Automaten mit Visa-Zeichen. Im Handel: kostenfrei an teilnehmenden Geschäften. Im Ausland: in Euro kostenfrei an Automaten mit Visa-Zeichen, mit Aktivstatus auch in anderen Währungen, ohne Aktivstatus 2,2 % Gebühren. Mit Visa Kreditkarte fast überall kostenfrei.

  • Geld einzahlen

    Bargeld einzahlen: An eigenen DKB-Automaten kostenfrei; im Handel 1,5 % des Betrages (50 € – 999,99 € täglich).

  • Dispozins

    Dispozins: 9,29 % p. a. mit Aktivstatus, sonst 9,89 % p. a.

VISA
Apple Pay
Google Pay
Deutsche Einlagensicherung bis zu 100.000 EUR pro Kunde
3

Grundpreis pro Monat

0,00 €
Kostenlos ohne Bedingungen
  • Grundgebühren

    Grundgebühren: 0,00 € (ohne Bedingungen)

  • Kontoeröffnung

    Kontoeröffnung für Ausländer: Kontoeröffnung ist möglich, wenn der Wohnsitz in einem Land befindet, in dem N26 vertreten ist. Das sind die neben Deutschland alle EU-Länder sowie die Schweiz und die USA.

  • Buchungen

    Buchungen: beleglos gratis

  • Girocard

    Girocard: N26 Maestro-Debitkarte 10 € einmalig (optional)

  • Kreditkarte

    Kreditkarte: N26 Mastercard Debit (Virtual Card) inklusive, physische Karte 10 € einmalig (optional)

  • Geld abheben

    Bargeld abheben: im Inland: 3x pro Monat gratis, danach 2,00 €. Im Ausland: kostenfrei mit der Mastercard in EUR, sonst 1,7 % des Umsatzes. Im Handel: in ca. 11.900 Geschäften in Deutschland kostenfrei

  • Geld einzahlen

    Bargeld einzahlen: in ca. 11.900 Geschäften in Deutschland mit 1,5 % Gebühr

  • Dispozins

    Dispozins: 8,9 % p. a.

Mastercard
Apple Pay
Google Pay
Deutsche Einlagensicherung bis zu 100.000 EUR
4

Grundpreis pro Monat

ab 0,00 €
Kostenlos ab 700 € Geldeingang im Monat
  • Grundgebühren

    Grundgebühren: 0,00 € ab 700 € Geldeingang im Monat, sonst 4,90 € pro Monat. Für alle unter 28 Jahren dauerhaft kostenlos.

  • Kontoeröffnung

    Kontoeröffnung für Ausländer: Wohnsitz in Deutschland ist erforderlich

  • Buchungen

    Buchungen: beleglos gratis

  • Girocard

    Girocard: 0,99 € pro Monat (optional)

  • Kreditkarte

    Debitkarte: 1x VISA Card [Debitkarte] inklusive

  • Geld abheben

    Bargeld abheben: im Inland: kostenfrei an Geldautomaten mit VISA-Zeichen. Im Ausland: kostenfrei an Geldautomaten mit VISA-Zeichen ab 50 €, Fremdwährung 1,99 % des Betrages.

  • Geld einzahlen

    Bargeld einzahlen: über ING Bargeld oder ING Automaten kostenfrei; ReiseBank AG bis zu 25.000 € für 7,50 € je angefangene 5.000 €

  • Dispozins

    Dispozins: 10,99 % p. a.

VISA
Apple Pay
Google Pay
Deutsche Einlagensicherung bis zu 100.000 EUR, zusätzlich 5 Mio. EUR je Privatperson
5

Grundpreis pro Monat

ab 0,00 €
Kostenlos für Schüler, Azubis und Studenten
  • Grundgebühren

    Grundgebühren: 1,90 € pro Monat, kostenfrei für Schüler, Azubis und Studenten

  • Kontoeröffnung

    Kontoeröffnung für Ausländer: Wohnsitz in Deutschland ist erforderlich

  • Buchungen

    Buchungen: beleglos gratis / beleghaft je 2,50 €

  • Girocard

    Girocard: 1x Postbank Card inklusive

  • Kreditkarte

    Kreditkarte: kostenpflichtig, Kosten unterscheiden sich nach Karte, Umsatz und Leistungen

  • Geld abheben

    Bargeld abheben: Im Inland: kostenfrei an Automaten der Postbank, teilnehmenden Shell-Tankstellen und Handelspartnern, Cardpoint-Automaten mit Postbank-Logo, Automaten der Cash Group; 1,50 € am Schalter der Postbank bis 1.000 € Auszahlung. Im Ausland: kostenfrei an Automaten der Postbank und Deutsche Bank

  • Geld einzahlen

    Bargeld einzahlen: kostenfrei am Schalter oder Geldautomaten der Postbank

  • Dispozins

    Dispozins: 11,65 % p. a.

Visa
Deutsche Einlagensicherung bis zu 100.000 EUR, zusätzlich 5 Mio. EUR je Privatperson
6

Grundpreis pro Monat

ab 0,00 €
Kostenlos ab 700 € Geldeingang im Monat 50 € Startguthaben + 100 € pro Empfehlung
  • Grundgebühren

    Grundgebühren: 0,00 € ab 700 € Geldeingang im Monat, sonst 9,90 € pro Monat

  • Kontoeröffnung

    Kontoeröffnung für Ausländer: Wohnsitz in Deutschland ist erforderlich

  • Buchungen

    Buchungen: beleglos gratis / beleghaft je 2,50 €

  • Girocard

    Girocard: 1x Commerzbank Girocard inklusive

  • Kreditkarte

    Kreditkarte: ab 39,90 € pro Jahr

  • Geld abheben

    Bargeld abheben: im Inland: unbegrenzt kostenfrei an Automaten der Cash Group und an teilnehmenden Shell-Tankstellen, 2,50 € am Commerzbank-Schalter. Im Ausland: 1,95 % des Umsatzbetrages, mindestens 5,98 €

  • Geld einzahlen

    Bargeld einzahlen: unbegrenzt kostenfrei an Geldautomaten der Commerzbank

  • Dispozins

    Dispozins: 12,45 % p. a.

VISA
Mastercard
Apple Pay
Google Pay
Deutsche Einlagensicherung bis zu 100.000 EUR, zusätzlich 5 Mio. EUR je Privatperson
7

Grundpreis pro Monat

ab 0,00 €
Kostenlos ab 0,01 € Geldeingang im Monat 25 € Gehaltsprämie bis 30.06.24
  • Grundgebühren

    Grundgebühren: 0,00 € ab 0,01 € Geldeingang im Monat, sonst 1,90 € pro Monat

  • Kontoeröffnung

    Kontoeröffnung für Ausländer: Wohnsitz in Deutschland ist erforderlich

  • Buchungen

    Buchungen: beleglos gratis / beleghaft je 3,00 €

  • Girocard

    Girocard: Sparkassen-Card 6 € pro Jahr (optional)

  • Kreditkarte

    Kreditkarte: 29,90 € pro Jahr

  • Geld abheben

    Bargeld abheben: Im Inland: kostenfrei bei teilnehmenden Handelspartnern und 4x Abhebungen an Automaten der Sparkassen gratis, danach 2 €. Im Ausland: kostenfrei mit kostenpflichtiger Kreditkarte

  • Geld einzahlen

    Bargeld einzahlen: kostenfrei am Automaten der Frankfurter Sparkasse

  • Dispozins

    Dispozins: 9,44 % p. a.

Visa
Apple Pay
Google Pay
Deutsche Einlagensicherung bis zu 100.000 EUR, zusätzliche Institutssicherung
8
Openbank Open Girokonto
Openbank Open Girokonto

Grundpreis pro Monat

0,00 €
Kostenlos ohne Bedingungen
  • Grundgebühren

    Grundgebühren: 0,00 € (ohne Bedingungen)

  • Kontoeröffnung

    Kontoeröffnung für Ausländer: Wohnsitz in Deutschland ist erforderlich

  • Buchungen

    Buchungen: beleglos gratis / beleghaft nicht möglich

  • Girocard

    Girocard: nicht verfügbar

  • Kreditkarte

    Kreditkarte: 1x Mastercard Debit inklusive

  • Geld abheben

    Bargeld abheben: Im Inland: 5x im Monat kostenfrei an allen Automaten der Eurozone sowie unbegrenzt an allen Automaten der Santander-Gruppe weltweit. Im Ausland: 5x im Monat kostenfrei an allen Automaten in Europa, unbegrenzt an Automaten der Santander-Gruppe

  • Geld einzahlen

    Bargeld einzahlen: kostenfrei an Automaten der Santander-Gruppe in Spanien

  • Dispozins

    Dispozins: nicht verfügbar

Mastercard
Apple Pay
Google Pay
Spanische Einlagensicherung bis zu 100.000 EUR
9

Grundpreis pro Monat

ab 0,00 €
Kostenlos ab 700 € Geldeingang im Monat 75 € Gehaltsprämie bis 30.06.24
  • Grundgebühren

    Grundgebühren: 0,00 € ab einem monatlichen Geldeingang von 700 €, sonst 3,90 € pro Monat

  • Buchungen

    Buchungen: beleglos gratis / beleghaft je 3,00 €

  • Girocard

    Girocard: Sparkassen-Card 6 € pro Jahr (optional)

  • Kreditkarte

    Kreditkarte: 1 Jahr kostenfrei, dann 29,90 € pro Jahr

  • Dispozins

    Dispozins: 9,44 % p. a.

  • Geld abheben

    Bargeld abheben: Im Inland: 6x pro Monat kostenfrei an Sparkassen-Automaten, danach 2 €; kostenfrei bei teilnehmenden Handelspartnern. Im Ausland: kostenfrei mit kostenpflichtiger Kreditkarte

  • Geld einzahlen

    Bargeld einzahlen: kostenfrei am Automaten der Frankfurter Sparkasse

Visa
Apple Pay
Google Pay
Deutsche Einlagensicherung bis zu 100.000 EUR, zusätzliche Institutssicherung
10

Grundpreis pro Monat

6,90 €
  • Grundgebühren

    Grundgebühren: 6,90 € pro Monat

  • Kontoeröffnung

    Kontoeröffnung für Ausländer: Wohnsitz in Deutschland ist erforderlich

  • Buchungen

    Buchungen: beleglos gratis / beleghaft je 1,50 €

  • Girocard

    Girocard: 1x Deutsche Bank Card inklusive

  • Kreditkarte

    Kreditkarte: 39,00 € pro Jahr

  • Geld abheben

    Bargeld abheben: im Inland: kostenfrei an Automaten der Deutsche Bank; im Ausland: in EUR kostenfrei an Automaten der Deutsche Bank und Cash Group

  • Geld einzahlen

    Bargeld einzahlen: kostenfrei an Geldautomaten der Deutsche Bank; bei teilnehmenden Handelspartnern und Shell-Tankstellen

  • Dispozins

    Dispozins: 12,39 % p. a.

VISA
Apple Pay
Google Pay
Deutsche Einlagensicherung bis zu 100.000 EUR, zusätzlich 5 Mio. EUR je Privatperson

Hinweis nach § 18 Abs. 6 Zahlungskontengesetz: Bitte beachte, dass dieser Vergleich keinen kompletten Marktüberblick darstellt.

Konto für Ausländer: Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Girokonto erleichtert das Alltagsleben und den Berufsalltag in Deutschland ungemein. Denn nur so ist die Teilnahme am alltäglichen Zahlungsverkehr möglich. Das Gehalt kann dorthin vom Arbeitgeber überwiesen werden und es können Daueraufträge, Lastschriften und Überweisungen abgehen.

  • Ein spezielles Konto für Ausländer gibt es nicht. EU-Bürger und Angehörige von Drittstaaten können dieselben Angebote der Banken und Direktbanken wie deutsche Staatsbürger nutzen.

  • Voraussetzung für die Kontoeröffnung für Drittstaatler ist ein legaler Aufenthalt in Deutschland. Die meisten Banken schreiben auch vor, dass sich der Hauptwohnsitz zwingend in Deutschland befinden muss.

  • Ein Bankinstitut darf die Eröffnung eines Bankkontos für ausländische Bürger nicht verweigern. Seit 2016 besitzt jeder das Recht auf ein sogenanntes Basiskonto. Das hat zwar eingeschränkte Funktionen, doch sind damit Überweisungen sowie der Bargeldbezug möglich.

  • Wenn eine Bank eine Kontoverbindung für Ausländer ablehnt, kann das verschiedene Gründe haben. Bei sehr kurzem Aufenthalt fehlen vermutlich belastbare Daten von der Schufa. Einwanderer müssen das nicht hinnehmen. Entweder versuchen sie die Kontoeröffnung bei einer anderen Bank oder machen von ihrem Recht auf ein Basiskonto Gebrauch.

  • Ein Konto kann in Deutschland bei einer Filialbank, einer Direktbank oder einem Fintech geführt werden. Zwischen den einzelnen Anbietern bestehen erhebliche Preisunterschiede. Vorab sollte ein Vergleich durchgeführt werden.

  • Damit Studenten aus einem Drittstaat ihr Studium in Deutschland aufnehmen können, muss der Lebensunterhalt via ein sogenanntes Sperrkonto gesichert sein. Die Kontoeröffnung erfolgt vorab aus dem Ausland online – Angebote gibt es beispielsweise bei der Deutschen Bank.

Was ist ein Girokonto für Ausländer?

Kommt die Rede auf ein Girokonto für Ausländer, geht es eher um die allgemeinen Voraussetzungen als um ein spezielles Finanzprodukt. Denn ein sogenanntes „Ausländerkonto“ gibt es nicht. Es handelt sich dabei um ein reguläres Girokonto, das auch deutsche Verbraucher nutzen.

Oft wird auch das sogenannte Jedermann Konto auf Guthabenbasis als Konto für Asylsuchende und Immigranten bezeichnet, da jeder, der sich legal im Land aufhält, ein Recht auf dieses Bankkonto hat.

Bankkonto für Ausländer – diese Möglichkeiten gibt es!

Wie jedem deutschen Staatsbürger auch, stehen dir als Angehöriger eines Mitgliedstaates der EU oder eines Drittlandes verschiedene Möglichkeiten der Kontoführung zur Verfügung. Welche sich für dich im Einzelfall eignet, hängt von deinen persönlichen Umständen ab.

Girokonto für ausländische Staatsangehörige

Die Bezeichnung Girokonto für Ausländer ist zunächst irreführend. Denn keine Bank bietet ein spezielles Finanzprodukt für ausländische Staatsangehörige an.

In diesem Ratgeberartikel beziehen wir uns auf Kontoverbindungen für ausländische Bürger, die sowohl für deutsche Staatsbürger als auch für Zuwanderer und Expats geeignet sind. Dabei handelt es sich um Angebote von Filialbanken und Direktbanken für Personen, die planen, einen längeren Zeitraum in Deutschland zu bleiben.

Wer hier lebt, arbeitet oder studiert, sollte daher auf jeden Fall über die Eröffnung einer eigenen Bankverbindung nachdenken. Denn das ermöglicht die uneingeschränkte Teilnahme am Zahlungsverkehr.

Der Arbeitgeber überweist dorthin das Gehalt oder den Lohn, Kosten für die Miete und das Telefon werden abgebucht und mit der Girokarte oder auch der Prepaid Kreditkarte kann im Geschäft ganz bequem bargeldlos bezahlt werden. Die Karten werden ebenfalls benutzt, um am Geldautomaten Geld abheben zu können.

Mit der EC-Karte oder der Maestro-Karte ist es zudem möglich, an entsprechenden Automaten Geld einzahlen zu können.

Jede Bank bietet heutzutage die Option an, die Bankgeschäfte über das Internet abzuwickeln. Damit entfällt der Gang zur Filiale.

Wer sich entscheidet, sein Konto bei einer Onlinebank zu eröffnen, führt sämtliche Transaktionen nur am PC oder in der App aus.

Wir haben einmal zusammengefasst, was ein Girokonto für ausländische Mitbürger bieten sollte:

  • Niedrige Kontoführungsgebühren oder gar keine Grundgebühren

  • Möglichkeit, kostenlos Überweisungen im SEPA-Raum durchzuführen

  • Einrichten von kostenlosen Daueraufträgen und Lastschriften Einzug

  • Kostenlose Girokarte

  • Gratis Partnerkarte bei einem Gemeinschaftskonto

  • Gratis Bargeld abheben an Geldautomaten oder bei Handelspartnern

  • Bargeld einzahlen am Automaten, Bankschalter oder bei Handelspartnern

  • Online-Banking und Kontoführung per App

  • Kostenfreie Kunden Hotline oder Chat

Extras, die häufig angeboten werden, und deren Nutzung wir empfehlen:

  • Kostenfreie Prepaid-Kreditkarte

  • Kostenloses Tagesgeldkonto

  • Gratis Wertpapierdepot

  • Dispokredit bei entsprechender Bonität

  • Möglichkeit von Unterkonten

  • Apple Pay und Google Pay

  • Kundenbetreuung und Internet Banking auch in englischer Sprache

Die Kontoverbindung für Ausländer ist wie ein Bankkonto für Deutsche an die gesetzliche Einlagensicherung gebunden. Das bedeutet, das Guthaben ist im Falle einer Insolvenz der Bank oder während einer Finanzkrise geschützt – mindestens bis zu 100.000 €. Viele Bankinstitute garantieren ihren Kunden darüber hinaus eine zusätzliche Sicherung der Einlagen.

Hinweis: Du darfst dein Privatkonto nicht für geschäftliche Zwecke nutzen. Gründest du eine Firma wie eine UG oder eine GmbH, stellt das eine juristische Person dar und der Gesetzgeber fordert ein Firmenkonto. Als Freelancer ist dir die Eröffnung eines Geschäftskontos freigestellt, doch wir empfehlen, private und berufliche Ausgaben und Einnahmen strikt zu trennen.

Konto für Ausländer: Das sind die Voraussetzungen

Unseren Erfahrungen nach tun sich einige Banken schwerer und andere leichter mit einer Kontoeröffnung für ausländische Staatsangehörige.

Das hat weniger mit Vorurteilen zu tun als vielmehr mit bestimmten Kriterien, die auch Einheimische erfüllen müssen, um ein vollwertiges Girokonto zu führen.

Liegen diese Bedingungen vor, sollte einer Kontoeröffnung nichts im Wege stehen:

  • Der ausländische Bürger verfügt über einen festen Wohnsitz in der BRD. Der Nachweis erfolgt über die Meldebestätigung des Einwohnermeldeamtes.

  • Ein regelmäßiges Einkommen wirkt sich positiv auf die Chancen aus, ein Girokonto zu eröffnen. Wer in einer Bankfiliale vorspricht, sollte seine Gehaltsabrechnung oder Arbeitsvertrag dabeihaben. Ein konstanter Geldeingang ist ebenfalls wichtig, wenn an diese Bedingung eine kostenlose Kontoführung geknüpft wird.

  • Nicht nur bei Immigranten, sondern auch bei deutschen Staatsbürgern steht und fällt vieles mit der Bonität bzw. Kreditwürdigkeit. Diese wird nicht nur am Einkommen, sondern auch am Vermögen gemessen. Ebenso fallen darunter Schulden und das Zahlungsverhalten allgemein. Wer erst seit kurzer Zeit in Deutschland ist, kann diese Bonität unter Umständen selbst bei einem ansprechenden Gehalt nicht nachweisen. Hintergrund: Die Finanzhistorie ist einfach zu kurz und es fehlt der SCHUFA an Daten.

  • Es sollte ein regulärer Aufenthaltstitel vorhanden sein. Das kann eine befristete oder eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis inklusive Arbeitserlaubnis sein. Alternativ die sogenannte Blaue Karte.

Kontoeröffnung für Ausländer in Deutschland: Die Rolle der Schufa

Jeder Verbraucher in Deutschland, der ein Girokonto eröffnen möchte, muss unterschreiben, dass er einer Abfrage seiner Daten bei der Schufa zustimmt. Die Schufa ist eine zentrale Auskunftei, die Informationen zu Zahlungsverhalten, Bankkonten, Krediten und Kreditkarten sammelt.

Die Banken fragen deshalb dort an, weil die meisten Kunden, die regelmäßig Einkünfte beziehen, einen Dispokredit in Anspruch nehmen möchten oder eine Kreditkarte mit Kreditrahmen wünschen. Damit gibt ein Kunde faktisch Geld aus, das er aktuell nicht besitzt.

Die Bank möchte vermeiden, dass sie auf diesem Betrag sitzen bleibt und sichert sich daher bei der Schufa durch eine Rückfrage ab. Das schützt auch dich vor einer Überschuldung.

Der anfragenden Bank wird ein Score mitgeteilt. Den hat die Schufa von verschiedenen Unternehmen, bei denen du Kunde bist – etwa Mobilfunkanbieter oder Stromversorger – sowie bei Banken ermittelt, bei denen du bislang ein Konto geführt oder einen Kredit in Anspruch genommen hast.

Hat die Bank den Score, kann sie kalkulieren, wie wahrscheinlich es ist, dass du deinen Zahlungsverpflichtungen nachkommst. Ab Score 95 und darunter kann es kritisch werden. Denn dann gilt dein Risiko als „erhöht“, beziehungsweise „deutlich erhöht oder hoch“.

Gut zu wissen: Nicht die Schufa entscheidet über die Kontoeröffnung. Das Bankinstitute arbeitet mit dem Score und hauseigenen Kriterien und trifft dann eine eigene Einschätzung. Der Schufa-Score ist nur eine Entscheidungshilfe.

Je nachdem, wie die Abfrage bei der Schufa ausfällt, wird die Bankkontoeröffnung entweder verweigert oder die Bank eröffnet das Konto ohne Dispokredit. Alternativ kommt ein Dispo mit einem niedrigeren Kreditrahmen infrage.

Tipp: Da in die Entscheidung für oder gegen die Kontoeröffnung nicht nur der Schufa-Score einfließt, sondern auch eigene Kriterien der Banken, muss eine Ablehnung nicht das Aus bedeuten. Versuche es einfach bei einer anderen Bank.

Wenn dein Konto eröffnet wurde, erhält die Schufa eine Meldung von der Bank. Neben dem Datum der Kontoeröffnung wird deine Kontonummer vermerkt. Falls du eine Kreditkarte erhalten hast, auch die.

Bankverbindung für Ausländer wurde abgelehnt – was tun?

Wenn ein Bankhaus dir ein Girokonto nicht eröffnet, kann das verschiedene Gründe haben. Gerade, wenn du bisher nicht lange in Deutschland lebst, konnte die Schufa bislang nicht ausreichend Daten über dich sammeln. Ist eine Finanzhistorie sehr kurz, stufen die Banken die Kontoeröffnung als zu riskant ein.

Lebst du schon länger in Deutschland, kann es sein, dass deine Schufa negativ ausgefallen ist. Oder du hast bereits in der Vergangenheit ein Konto bei dieser Bank besessen und bist durch eine schlechte Zahlungsmoral bei Kreditschulden aufgefallen.

Das kann auch sein, wenn du früher bei einer Filialbank warst, jetzt Kunde einer Direktbank werden möchtest und diese beiden Geldinstitute zusammengehören. Selten, aber auch schon vorgekommen: Du hast dich einer Straftat gegen das Kreditinstitut oder einen ihrer Mitarbeiter schuldig gemacht.

Sofern keine Straftat vorliegt und du kein anderes Konto besitzt, hast du das Recht, ein sogenanntes Basiskonto auf Guthabenbasis zu führen.

Gut zu wissen: Voraussetzung für die Eröffnung eines Kontos in Deutschland ist ein gültiger Aufenthaltstitel oder zumindest eine Duldung. Solltest du illegal eingereist oder nach Ablauf deines Titels oder Visum einfach im Lande geblieben sein, ist eine Kontoeröffnung nicht möglich.

Basiskonto: Konto auf Guthabenbasis

Wer aus einem Nicht-EU-Land stammt und sein Studium in Deutschland aufnehmen oder fortsetzen möchte, muss sich mit dem Thema Kontoeröffnung in Deutschland für Ausländer schon lange vor der Einreise auseinandersetzen. Denn ohne das sogenannte Sperrkonto geht nichts.

Was ist ein Sperrkonto?

Ein Student, der aus einem Drittland stammt, muss nachweisen, dass er oder sie in der Lage ist, für seine Studien- und Lebenshaltungskosten in Deutschland selbst aufzukommen. Die jeweilige deutsche Auslandsvertretung wird nur dann das Studierendenvisum erteilen, wenn dieser Nachweis erbracht wurde.

Dieser Nachweis erfolgt durch das sogenannte Sperrkonto. Dabei handelt es sich um ein Spezialkonto, über dessen Guthaben der Inhaber nicht frei verfügen kann.

Damit das Visum erteilt wird, muss ein gesetzlich vorgeschriebener Mindestbetrag auf dieses Konto eingezahlt werden. Für jeden Monat, der in Deutschland verbracht wird, sind das 861 €.

Nach Erteilung des Visums ist der Betrag auf dem Konto so lange nicht verfügbar, bis der Kontoinhaber in Deutschland ankommt.

Danach ist die Auszahlung möglich, allerdings können monatlich nicht mehr als diese 861 € bezogen werden. Ausnahmen davon sind nur dann zulässig, wenn die Einzahlung den Mindestbetrag übersteigt.

Wer bietet ein Sperrkonto an?

Ein Recht auf ein Sperrkonto gibt es nicht. Es bleibt den Banken vorbehalten, ob sie das Sperrkonto anbieten möchten.

Ein guter Tipp ist die Sparkasse in der Stadt, in der sich die Uni befindet. Hat die das Sperrkonto nicht im Programm, kommt die Deutsche Bank infrage.

Wer sich für die Sparkasse entscheidet, muss beachten, dass die Eröffnung nicht in einer weiter entfernten Stadt erfolgen kann, falls am Standort der Uni kein Sperrkonto angeboten wird. Der Kontoinhaber muss dort nämlich nach seinem Eintreffen in Deutschland persönlich vorsprechen.

Noch schneller und praktischer geht es übrigens bei diversen Online-Anbietern, die sich auf das Sperrkonto spezialisiert haben.

Wie wird ein Sperrkonto eröffnet?

Das Sperrkonto kann online oder auf dem Postweg aus dem Ausland eröffnet werden. So gehst du vor:

  • 1

    Suche dir den Anbieter für dein Sperrkonto aus. Die Eröffnung kann online erfolgen. Ersatzweise lädst du dir den Antrag auf Kontoeröffnung herunter. Das Formular wird meist auch auf Englisch bereitgestellt.

  • 2

    Stelle deine Unterlagen zusammen. Du benötigst eine Kopie deines Reisepasses und deiner Zulassung zum Studium in Deutschland.

  • 3

    Jetzt machst du einen Termin bei einer deutschen Auslandsvertretung. Dort werden die Dokumente beglaubigt. Die Botschaft oder das Konsulat verschicken diese Dokumente an die jeweilige Bank.

  • 4

    Sobald die Papiere in Deutschland eintreffen, macht sich die Bank oder Sparkasse an die Kontoeröffnung. IBAN und BIC gehen dir per Mail zu.

  • 5

    Per Auslandsüberweisung zahlst du die geforderte Summe ein. Das sind aktuell 10.332 € für ein Studienjahr. Du kannst den Betrag in mehrere Teilbeträge splitten.

  • 6

    Wenn du nachweisen kannst, dass dein Sperrkonto gut gefüllt ist, wird dir die deutsche Botschaft das Studentenvisum erteilen.

Tipp: Wenn es bereits in deiner Unistadt Studierende aus deinem Heimatland gibt, lasse dir von diesen Kommilitonen eine Empfehlung für das Sperrkonto geben.

Das Geld vom Sperrkonto erhalten

Sobald Studierende in Deutschland ankommen, sprechen Sie mit ihrem Ausweis und dem Visum in der Bankfiliale vor. Das ist wichtig, damit das Konto freigeschaltet wird.

Es gibt eine Girokarte und die Zugangsdaten fürs Onlinebanking. Nun ist es möglich, sich das Geld auszahlen zu lassen oder Überweisungen vom Sperrkonto aus zu tätigen. Allerdings nur bis zu dem monatlichen Maximalbetrag von 861 €.

Gibt es eine Alternative zum Sperrkonto?

Sobald du deinen Aufenthaltstitel hast, bist du nicht zwangsläufig auf das Sperrkonto angewiesen als alleinige Bankverbindung.

Du hast unter anderem die Möglichkeit, bei einer Filialbank oder Direktbank ein Studentenkonto zu eröffnen. Gerade die Direktbanken bieten dir interessante Angebote. Nicht nur die Kontoführungsgebühren werden erlassen, sondern gratis gibt es oft noch eine Prepaid-Kreditkarte.

Auf dieses Konto kannst du Einkünfte aus deinem studentischen Nebenjob gehen und dir natürlich auch per Dauerauftrag Geld monatlich von deinem Sperrkonto überweisen lassen.

Gut zu wissen: Nicht immer muss ein Sperrkonto als Nachweis der Studienfinanzierung eingerichtet werden. Die Auslandsvertretungen akzeptieren meist auch die Zusage über ein Stipendium, manchmal auch einen Einkommensnachweis deiner Eltern. Erkundige dich bei der Deutschen Botschaft, bevor du das Sperrkonto eröffnest.

Als Ausländer ein Konto in Deutschland eröffnen: Schritt-für-Schritt Anleitung

Die Kontoeröffnung für Personen ausländischer Herkunft gestaltet sich bis auf wenige Ausnahmen nicht abweichend von der für deutsche Staatsbürger.

Wir haben einmal zusammengefasst, welche Voraussetzungen und Nachweise du erbringen musst und was sonst noch zu beachten ist.

1. Schritt: Passendes Girokonto auswählen

Natürlich kannst du bei der Sparkasse um die Ecke oder einer anderen Filialbank nachfragen, ein Konto zu eröffnen. Allerdings musst du dort in der Regel mit Grundgebühren oder einer komplizierten Eröffnungsprozedur rechnen – vor allem als Nicht-EU-Bürger.

Einfacher ist es, wenn du auf unseren Girokonto für Ausländer Vergleich hier zurückgreifst. Denn dort haben wir die Konten gelistet, die sich für Ausländer besonders gut eignen.

Außerdem kannst du gerade bei den Direktbanken den ein oder anderen Euro sparen, da häufig die Grundgebühren entfallen.

2. Schritt: Die Unterlagen besorgen

Als EU-Bürger hast du nicht nur einen freien Zugang auf den deutschen Arbeitsmarkt. Du benötigst im Vergleich zu Drittstaatlern auch deutlich weniger Dokumente.

Halte daher, für die Kontoeröffnung die folgenden Unterlagen bereit:

  • Reisepass oder Personalausweis

  • Meldebescheinigung – damit belegst du deinen Hauptwohnsitz in Deutschland

Gut zu wissen: Als Alternative zur Meldebescheinigung akzeptieren viele Kreditinstitute auch Rechnungen, die auf deinen Namen und Wohnsitz laufen – etwa die Stromrechnung oder deine Telefonrechnung.

Wenn du aus einem Drittstaat kommst, legst du folgende Dokumente vor:

  • Reisepass

  • Gültiger Aufenthaltstitel oder Duldung

  • Meldebescheinigung oder einen anderen offiziellen Nachweis, aus dem deine Meldeadresse hervorgeht

Weitere Dokumente, die erforderlich werden können, ist unter anderem ein Lohnzettel, der Auskunft über deine Einkünfte gibt. Das ist hauptsächlich dann wichtig, wenn du dich für ein Konto entscheidest, das für die gebührenlose Kontoführung einen Mindestgeldeingang voraussetzt.

Einige Banken gewähren dir jedoch automatisch ein bis sechs Monate, um den Mindestgeldeingang in Form von Lohn, Bezügen oder Rente zu erbringen. Es kann trotzdem nicht verkehrt sein, diese Nachweise parat zu haben.

Tipp: Die Meldebescheinigung bekommst du bei deinem Einwohnermeldeamt. Dieser Ausdruck ist sechs Monate gültig.

3. Schritt: Das Konto aufmachen

Du hast dich für eine Bank entschieden und alle Unterlagen sowie die Nachweise parat?

Falls deine Entscheidung auf eine Filialbank gefallen ist, kannst du dort für die Kontoeröffnung einen Termin mit dem Kundenberater ausmachen.

Noch praktischer ist es allerdings, wenn du dich für die Online-Kontoeröffnung entscheidest. Das funktioniert mittlerweile bei den meisten Filialbanken und stellt bei Direktbanken und Fintechs ohnehin die einzige Möglichkeit dar, ein Konto zu eröffnen.

So gehst du vor: Fülle den Kontoeröffnungsantrag vollständig und gewissenhaft aus. Einige Systeme verlangen von dir, am Anfang die Entscheidung zwischen einem Einzelkonto und einem Gemeinschaftskonto zu treffen. Überprüfe vor dem Abschicken deine Eingaben.

Hinweis: Bei deinem Antrag auf Kontoeröffnung musst du einwilligen, dass eine Abfrage deiner Daten bei der Schufa erfolgt. Verweigerst du das, wird die Bank von einer Kontoeröffnung Abstand nehmen. Eine Alternative ist dann nur das Basiskonto oder das Girokonto ohne Schufa.

4. Schritt: Legitimation

In Deutschland erfordert es das Geldwäschegesetz, dass Bankkunden sich identifizieren. Das erfolgt in der Filiale direkt bei der Kontoeröffnung. Bei der Online-Kontoeröffnung wird dazu in der Regel das praktische und zeitsparende Videoident-Verfahren genutzt. Dazu musst du eine App herunterladen und bekommst einen Code. Die Identifizierung nimmt ein Mitarbeiter vor, der dich durch diesen Prozess führt.

Alternativ kann bei einigen Banken auch das Postident-Verfahren genutzt werden. Das ist für dich zeitaufwendiger und verlängert die Kontoeröffnung. So gehst du vor:

  • 1

    Drucke den Postident-Coupon aus.

  • 2

    Gehe mit dem Coupon und deinem Ausweis sowie der Meldebestätigung in eine Postfiliale in deiner Nähe.

  • 3

    Ein Mitarbeiter prüft dort deine Identität und sendet den Coupon an eine Bank.

5. Schritt: Freischalten des Bankkontos

Die Video-Legitimation sorgt für eine Kontoeröffnung in wenigen Minuten. Sobald die Freigabe seitens der Bank erfolgt, gehen dir die Zugangsdaten per E-Mail zu. Mit Übersendung der IBAN und dem Code für das Onlinebanking ist dein Konto direkt einsatzbereit. Die Karten und weitere Informationen gehen dir einige Tage danach per Post zu.

Nutzt du das Postident-Verfahren, dauert die Kontoeröffnung etwas länger. Denn der Coupon muss erst zur Bank und dort bearbeitet werden. Durchschnittlich musst du eine Woche mindestens warten, bis du das Girokonto nutzen kannst.

Tipp: Sollte eine Direktbank deinen Antrag auf Kontoeröffnung ablehnen, kontaktiere den Kundensupport und frage, ob deine Daten noch einmal manuell überprüft werden können. Klappt auch das nicht, gebe nicht gleich auf und versuche es bei einer anderen Bank.

Welches Bankkonto ist das beste für Ausländer in Deutschland?

Wir haben uns einmal umgehört, welche Erfahrungen ausländische Mitbürger mit Bankkonten in Deutschland haben. Dabei geht es uns hier um die private Kontoverbindung, nicht um das Geschäftskonto. Denn bei einem Business Konto für andere Staatsangehörige sind abweichende Prioritäten zu setzen.

Im Rahmen unserer Recherche haben sich Punkte herauskristallisiert, auf die bei der Wahl des besten Girokontos für Expats und Zuwanderer Wert gelegt werden sollte:

  • Kosten: Kontoführungsgebühren stellen für jeden einen happigen Kostenpunkt dar. Vor allem dann, wenn neben dem Gehaltskonto noch ein Gemeinschaftskonto geführt wird. Bei den Filialbanken in Deutschland muss der monatliche Zahlungseingang schon sehr hoch sein, damit von einer kostenlosen Kontoführung profitiert werden kann. Eine Lösung kann ein kostenloses Girokonto sein, das von Direktbanken und Fintechs angeboten wird. Das können sowohl deutsche Staatsbürger als auch alle Menschen anderer Nationalität eröffnen, die ihren Wohnsitz in Deutschland haben. Einige wenige dieser Konten sind bedingungslos kostenlos, bei anderen ist ein gewisser Mindestgeldeingang erforderlich, damit die Grundgebühren entfallen.

  • Sprache: Viele Immigranten müssen erst die deutsche Sprache erlernen. Da kann es sehr praktisch sein, wenn das Online-Banking auch auf Englisch funktioniert. Besonders geschätzt wird eine mehrsprachige Hotline. Auch hier greifen viele gerne auf Anbieter zurück, bei denen der Kundenservice auch auf Englisch möglich ist.

  • Girokonto im Ausland: Wer in den Heimaturlaub fährt, möchte dort natürlich auch unkompliziert auf Bares auf dem Konto zurückgreifen. Hier bietet sich ein Konto mit einer Prepaid Kreditkarte an, mit der – zumindest in einem gewissen Umfang – weltweit kostenlos Bargeld abheben möglich ist. Bei Kartenzahlungen sind zudem die Fremdwährungsgebühren ein wichtiger Punkt, auf den geachtet werden sollte.

  • Beratungsangebot: Hier kommt es ganz auf die persönlichen Vorlieben an. Einige Kunden sind damit zufrieden, bei einer Onlinebank ein Konto eröffnen zu können und alles autark via App oder das Kundenportal regeln zu können. Wer jedoch vorhat, mit seiner Familie dauerhaft zu bleiben, die Staatsbürgerschaft zu beantragen und später vielleicht ein Haus kaufen möchte, sollte nach einer Bank Ausschau halten, deren Angebot Kredite, Bausparverträge und weitere Finanzprodukte umfasst.

  • Zusatzleistungen: Die meisten freut es – unabhängig von der Nationalität –, wenn mit einem Konto attraktive Zusatzleistungen verbunden sind. Das kann die Möglichkeit sein, zusätzlich ein kostenloses Tagesgeldkonto oder Sparbuch zu erhalten, gebührenlos ein Depot zu eröffnen oder auch eine Girokonto-Prämie für die Kontoeröffnung zu erhalten.

Girokonto für Ausländer ohne Wohnsitz in Deutschland eröffnen

Die meisten Banken verlangen von Ausländern, dass sie einen Wohnsitz in Deutschland haben, um ein Konto zu führen. Das ist neben der Volljährigkeit die Grundbedingung für ein privates Girokonto.

Kommst du aus dem EU-Ausland, dürfte die Teilnahme am Zahlungsverkehr für dich aufgrund der im ganzen SEPA-Raum gültigen IBAN kein Problem darstellen. Erkundige dich in deinem Land, ob und in welchem Rahmen ein kostenloser oder günstiger Bargeldbezug möglich ist.

Für Drittstaatler, die ein Konto ohne festen Wohnsitz wünschen, wird es schon schwieriger. Ein deutsches Bankkonto, wenn du nicht in der BRD gemeldet bist, ist dann eher ein Glücksfall.

Auch Auslandsdeutsche haben übrigens mit diesem Problem zu kämpfen, wenn der Haupt- oder Zweitwohnsitz in Deutschland abgemeldet ist.

Falls du eine Lücke findest, benötigst du Dokumente, die deine Identität bestätigen. Je nach Herkunftsland müssen diese von der deutschen Auslandsvertretung legalisiert werden oder aus einigen Ländern ist eine Apostille erforderlich.

Wenn du nicht selbst zur Kontoeröffnung nach Deutschland kommen kannst, musst du eine Bank finden, die es einer bevollmächtigten Person erlaubt, das Konto in deinem Namen zu eröffnen. Auch hier ist wieder eine von der Auslandsvertretung legalisierte Vollmacht notwendig.

Außerdem kommt es darauf an, ob es sich um ein privates Konto oder um ein Geschäftskonto handelt. Firmen haben bei bestimmten Banken eventuell bessere Karten, wenn sie ihre Geschäftsbeziehungen nachweisen. Oder sie eröffnen gleich das Konto bei einer Bank, die auch in ihrem Herkunftsland vertreten ist.

Die Europäische Kommission hat einige Länder als Hochrisiko Staaten eingestuft. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat Banken angehalten, private Girokonten und Geschäftskonten für Angehörige dieser Staaten nicht zu eröffnen. Hintergrund ist, dass diese Länder als Risiko für das internationale Finanzsystem gewertet werden.

Abgelehnt werden daher Anträge auf Kontoeröffnung aus:

  • Afghanistan

  • Bosnien-Herzegowina

  • Guyana

  • Irak

  • Iran

  • Jemen

  • Laos

  • Nordkorea

  • Syrien

  • Uganda

  • Vanuatu

Kommst du aus einem dieser Länder, verfügst jedoch über einen Aufenthaltstitel in Deutschland, stellt die Kontoeröffnung kein Problem dar.

Tipp: Mit einem Touristenvisum kannst du ebenfalls kein Konto in Deutschland eröffnen. Falls dein Partner oder deine Partnerin deutscher Staatsangehöriger ist und ihr eine gemeinsame Zukunft plant, kann er oder sie jedoch eine Vollmacht für sein Konto einrichten lassen.

Konto für Ausländer mit Wohnsitz in Deutschland eröffnen

Manchmal hat ein Deutscher schon Probleme, an ein Girokonto zu kommen. Denn ist die Schufa schlecht, lehnen viele Banken die Kontoeröffnung ab. Dabei hat grundsätzlich jeder, der einen legalen Status in Deutschland besitzt, das Recht auf ein eigenes Konto.

Häufig erhalten ausländische Personen von einer Bank jedoch nur das Angebot für ein Basiskonto. Das liegt meistens daran, dass der Zuwanderer erst kurz in Deutschland ist und noch keine belastbaren Daten seitens der Schufa vorliegen. Den Banken ist das Risiko eines regulären Girokontos für einen Migranten zu hoch.

Eine Situation, die ausländische Bürger jedoch nicht einfach so hinnehmen müssen. Wenn Filialbanken ablehnen, kommen Online-Kontos infrage. Vor allem bei den Fintechs, die keinen Dispokredit gewähren. Das Konto wird dann auf Guthabenbasis geführt und für den Anbieter besteht kein Risiko.

Wir raten daher, es mit dem Konto für Ausländer unbedingt bei einer Direktbank oder einem der Fintechs zu versuchen. Ein Immigrant sollte dabei den Fokus auf ein Konto ohne Mindestgeldeingang legen – das spart vor allem Kontoführungsgebühren.

Besser ist die Situation auf jeden Fall, wenn eine Blaue Karte EU vorhanden ist, wie sie häufig Ärzten und Ingenieuren gewährt wird. Diese Aufenthaltstitel sind mit einer Festanstellung verbunden. Ein Bankkonto für Ausländer stellt in diesem Fall kein Problem dar.

Ein Konto für Ausländer ist ebenfalls eine unproblematische Angelegenheit, wenn es als Gemeinschaftskonto eröffnet wird und der Ehemann oder die Ehefrau die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt.

Diese Lösung empfiehlt sich gerade zu Beginn des Aufenthalts, kurz nach der Freigabe der Familienzusammenführung. Hat der ausländische Partner sich dann auf dem Arbeitsmarkt etabliert, steht der Eröffnung eines eigenen Gehaltskontos in der Regel nichts mehr im Wege.

Welche ist die beste Bank in Deutschland für Ausländer?

Die beste Bank für Ausländer in dem Sinne gibt es in Deutschland nicht. Schließlich hat jeder ganz eigene Ansprüche an die Kontoführung.

Zuwanderer möchten auch gerne die Annehmlichkeiten nutzen, die sie aus ihrem Heimatland gewohnt sind. Dazu gehören zum Beispiel eine Banking App, Online-Banking und eine Kreditkarte. Andere haben den Wunsch nach einer breiten Palette an Finanzprodukten wie einem Kredit für die Zukunft oder einem Depotkonto.

Hier hilft nur, sich zunächst über die eigenen Wünsche klar zu werden und Prioritäten zu definieren. Wer gerne alles selbstständig erledigt, wird sicher mit einem Online-Konto oder sogar einem Smartphone-Konto glücklich sein. Zuwanderer, die Beratung in der Bank schätzen, eröffnen ihr Konto am besten in einer Filialbank.

Ein Thema kann ebenfalls die Sprache sein. Uns liegen Erfahrungsberichte von ausländischen Kunden vor, die von einer Bank abgelehnt wurden, da sie nicht in der Lage seien, die AGB zu verstehen. Allerdings ging es in diesen Fällen um ein Geschäftskonto.

Wenn du der deutschen Sprache noch nicht mächtig bist, empfehlen wir dir auf jeden Fall, mit einem sprachlich versierten Freund oder Familienmitglied die Bank für die Kontoeröffnung aufzusuchen.

Eine Alternative kann es sein, gezielt nach einer Bank zu suchen, die eine Kontoführung in englischer Sprache ermöglicht. Weiter unten haben wir dir Tipps zusammengestellt.

Selbstverständlich kommt es bei einem Bankinstitut auch auf die Leistungen an – aber die Kosten sind ein wesentlicher Punkt. Es kann dir daher sehr nützlich sein, unseren Vergleich zu nutzen.

Tipp: Frage in deinem Freundeskreis doch einmal, wer welche Erfahrungen mit einer Bankverbindung für Ausländer gemacht hat. Auf diese Weise sammelst du positives wie negatives Feedback zu den einzelnen Bankhäusern und hast ebenfalls eine gute Entscheidungsgrundlage.

Deutsches Konto für Ausländer – welche zusätzlichen Serviceleistungen sind im Angebot?

Die Banken sind, was Serviceleistungen angeht, international recht ähnlich aufgestellt. Die Filialbanken, aber auch viele Direktbanken bieten neben dem Girokonto, dem Gemeinschaftskonto und dem Geschäftskonto noch weitere Leistungen an. Dazu gehören:

  • Kreditkarten

  • Versicherungen – wie Autoversicherung, Hausratversicherung und Haftpflichtversicherung

  • Altersvorsorge

  • Bausparen und Kredite zur Immobilienfinanzierung

  • Sonderkredite, zum Beispiel für eine Autoanschaffung

  • Kleinkredite

  • Verschiedene Geldanlagen – Aktien, Wertpapiere, Festgeld

Ein großes Thema sind auch Überweisungen in die Herkunftsländer. Dank SEPA haben es EU-Ausländer leicht – denn die Überweisungen sind gratis. Wer allerdings in einen Drittstaat Geld senden muss, sieht sich schnell mit hohen Kosten für die Auslandsüberweisung konfrontiert.

In diesem Fall ist es sinnvoll, die Preise für den Geldtransfer zu Verwandten und Freunden im Ausland zu vergleichen. Schaue bei deiner Bank die Gebühren für die Auslandsüberweisung nach.

Daneben gibt es Alternativen zur Banküberweisung, die dich eventuell günstiger kommen:

  • Western Union

  • TransferWise

  • Remitly

  • WorldRemit

  • Moneycorp

  • CurrencyFair

Tipp: Du musst regelmäßig Geld nach Rumänien schicken? Dann schaue dir das Angebot von Monese an. Denn via dein Konto dort kannst du auch Geld in rumänischen Lei senden.

Konto eröffnen ohne Ausweis für Ausländer – ist das möglich?

Wer in Deutschland – und übrigens auch in allen anderen Ländern – bei einer Bank ein Konto eröffnen will, kommt um den Nachweis einer Identität nicht herum. Davon gibt es auch keine Ausnahmen, denn die Identitätsprüfung ist eine gesetzliche Vorschrift, um Geldwäsche zu verhindern. Diese Prüfung findet auf folgende Weise statt:

  • Identitätsprüfung direkt in der Bank

  • In einer Postfiliale mit dem Postident-Coupon

  • Online via Videoident-Verfahren

Ausländer benötigen einen gültigen Reisepass, den Aufenthaltstitel und meist eine Meldebescheinigung. So wird zweifelsfrei festgestellt, dass sich der Hauptwohnsitz in Deutschland befindet.

Das Postident-Verfahren kam auf, als die Direktbanken ihre Angebote starteten. Denn wird das Konto nur online geführt, entfällt die Identitätsprüfung bei einem Bankmitarbeiter.

Noch heute arbeiten einige Direktbanken mit dem Postident-Coupon. Den musst du dir während der Kontoeröffnung ausdrucken. Damit gehst du in eine Postfiliale. Der Mitarbeiter prüft deinen Ausweis, füllt ein Formular aus und übersendet die Eröffnungsunterlagen direkt an das Bankinstitut. Etwa ein bis zwei Wochen musst du nach dem Absenden für die Kontoeröffnung einplanen.

Das Verfahren ist zwar an sich recht unkompliziert. Allerdings hast du den langen Weg zur Post und die Wartezeit. Daher bedienen sich die Banken mittlerweile des Videoident-Verfahren. Du bekommst im Rahmen der Kontoeröffnung einen Code oder einen Link. In einer App wirst du mit einem Mitarbeiter verbunden, der deine Unterlagen prüft.

Du kannst das Videoident-Verfahren auf einem Laptop, einem PC, einem Smartphone oder einem Tablet durchführen.

Wenn du keine Meldebescheinigung hast, akzeptieren viele Banken auch eine Rechnung, die auf deinen Namen lautet. Oder die Police einer Versicherung. Wichtig ist, dass aus dem Dokument hervorgeht, dass du an dieser Adresse wohnhaft bist.

Zum Problem werden kann die Kontoeröffnung für Flüchtlinge ohne Ausweis. Hast du keinen Pass, legst du den amtlichen Auskunftsnachweis oder deine Duldungsbescheinigung vor. In der Regel wirst du jedoch nur ein Basiskonto erhalten.

Wie du siehst, ist es in Deutschland nicht möglich, ohne Ausweis Vorlage ein Bankkonto zu eröffnen. Filialbanken, Direktbanken und Fintechs sind verpflichtet, sich an das Geldwäschegesetz zu halten.

Bitte lasse dich auch nicht darauf ein, einen „Freund“ das Konto eröffnen zu lassen oder einen Ausweis mit einem Lichtbild, das dir ähnlich sieht, auszuleihen. Das ist illegal und kann empfindliche Strafen nach sich ziehen!

Vertretung bei der Kontoeröffnung in Deutschland – kann eine andere Person das Konto für mich eröffnen?

Viele, die nach Deutschland kommen, wünschen sich direkt ein Bankkonto. Allerdings sind vorab noch einige Formalitäten zu erledigen.

Eine Wohnung muss gesucht werden, die Meldung beim Einwohnermeldeamt erfolgen und der Gang zur Ausländerbehörde für den Aufenthaltstitel steht an.

Ohne Aufenthaltstitel und Meldebescheinigung wird das mitunter schwierig. Du könntest versuchen, die Bank zu kontaktieren, sobald du dein Einreisevisum von der deutschen Botschaft hast. Eventuell hilft es, zusätzlich den Arbeitsvertrag vorzulegen, aus dem ersichtlich wird, dass der Aufenthalt in Deutschland auf Dauer angelegt ist.

Verständlich, dass du überlegst, ob dich ein Freund oder Verwandter für die Kontoeröffnung vertreten kann. Den Aufwand solltest du dir allerdings gut überlegen. Falls du das möchtest, gehst du wie folgt vor:

  • Erkundige dich, ob du dich bei der von dir ausgewählten Bank von einer dritten Person vertreten lassen kannst. Frage außerdem, ob noch weitere Dokumente wie deine Ausweiskopie legalisiert werden müssen.

  • Gehe zur deutschen Botschaft und lasse dir dort eine beglaubigte Vollmacht oder eine Genehmigungserklärung anfertigen. Du benötigst deinen Ausweis.

  • Schicke die Unterlagen mit der Post nach Deutschland.

Die Vertretung bei der Kontoeröffnung kann viel Zeit, Nerven und Geld kosten. Allerdings möchte nicht jeder einen Haufen Bargeld für die erste Zeit mit nach Deutschland schleppen.

Wir empfehlen dir daher, in deinem Heimatland nach einem Konto oder einer Kreditkarte Ausschau zu halten, die weltweit kostenloses oder zumindest günstiges Abheben von Bargeld ermöglicht.

In Deutschland kannst du zudem in fast allen Geschäften, Supermärkten und an den Tankstellen mit Kreditkarte bezahlen. Auch online ist es möglich, mit Kreditkarte zu bezahlen.

Außerdem kommen Zahlungsmethoden wie Apple Pay oder Google Pay infrage. Damit kannst du die erste Zeit bis zur Kontoeröffnung überbrücken.

Bankkonto auf Englisch – welche Bank in Deutschland bietet das an?

Möglicherweise benötigst du eine englischsprachige Webseite für das Online-Banking, eine fremdsprachige Hotline oder wenigstens einen Chat oder sogar Personal, das der englischen Sprache mächtig ist. Das kann bei Filialbanken schwierig werden. Im ländlichen Raum spricht das Personal in der Sparkasse oder in der Volksbank in der Regel kein Englisch. In der Stadt kannst du eventuell Glück haben.

Auch die Online-Angebote der Direktbanken sind alle auf Deutsch konzipiert. Doch es gibt auch Konten, die du in englischer Sprache oder sogar in einer anderen Sprache führen kannst.

Anbieter

Kommentar

N26

Bei dem Fintech kannst du dein Girokonto auch auf Englisch führen.

bunq

Das niederländische Fintech bunq ermöglicht dir ebenfalls die Kontoführung auf Englisch. Gut für das Geschäftskonto, private Nutzung möglich.

Revolut

Auch hier ist die mehrsprachige Kontoführung möglich. Unter anderem Englisch, Spanisch, Französisch, Polnisch und Litauisch sind im Angebot.

Monese

Das E-Geldinstitut hat mit Glück sogar deine Muttersprache im Angebot. Neben Englisch wird die Kontoführung in allen gängigen europäischen Sprache plus Russisch und Türkisch angeboten.

Tipp: Schaue dir unbedingt das Angebot von N26 an – denn hier kommst du in den Genuss der kostenlosen Kontoführung ohne Bedingung.

Fazit

Ausländer, die dauerhaft in Deutschland leben, können ganz verschiedene Möglichkeiten nutzen, um an ein Girokonto zu kommen.

Vor der Kontoeröffnung sollten nicht nur die eigenen Ansprüche an die Bankverbindung definiert werden, sondern auch ein Preisvergleich stattfinden. Denn die Kontoführungsgebühren können monatlich 0 €, aber auch 15 € betragen.

Da fast immer eine Abfrage bei der Schufa durchgeführt wird, kann es sein, dass Banken ein Girokonto ablehnen. In diesem Fall kann sich ein Migrant auf sein Recht auf das Basiskonto berufen. Das steht jedem zur Verfügung, sofern der Aufenthalt in der BRD legal ist.

Fast immer ist der Hauptwohnsitz in Deutschland vorgeschrieben. Wer aus dem Ausland heraus ohne Wohnsitz in Deutschland ein Konto eröffnen will, hat in der Regel schlechte Karten.

FAQ

Kann jeder Ausländer in Deutschland ein Girokonto eröffnen?
Wie eröffne ich als Ausländer ein Girokonto in Deutschland?
Was kostet ein Girokonto für Ausländer in Deutschland?
Habe ich als Ausländer in Deutschland ein Recht auf ein Konto?
Kann ich als Ausländer in Deutschland mein Heimatkonto weiter nutzen?
Welche Dokumente benötige ich als Ausländer für die Kontoeröffnung in Deutschland?
Kann ich mit einer Duldung in Deutschland ein Konto eröffnen?
Kann ein Flüchtling in Deutschland ein Konto eröffnen?
Ich lebe nicht in Deutschland – kann ich trotzdem ein Konto in Deutschland eröffnen?
Welches Konto sollte ich als ausländischer Student in Deutschland eröffnen?

Welche Erfahrungen hast du als Ausländer mit der Kontoeröffnung in Deutschland gemacht? Ging das alles wie gewünscht oder gab es Probleme? Im Kommentarbereich kannst du deine Erfahrungen und Tipps teilen.

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Als ich selbst ein neues Girokonto gesucht habe, wurde mir bewusst, wie unübersichtlich der Markt ist. Mit KontoGuru.de biete ich jedem eine Anlaufstelle, der sich über Bankprodukte informieren möchte. Reviews, Vergleiche und Ratgeber erstelle ich gemeinsam mit meinem Team. Unsere aktuellen Artikel geben einen Überblick über die Produkte von Filialbanken, Direktbanken und Fintechs. Eine Leidenschaft für Banking-Themen hatte ich schon immer und konnte im Wirtschaftsstudium tief in die Finanzwelt eintauchen.

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